Buchtipp: „Die Staatssicherheit und die Grünen“
Allen, die sich für Zeitgeschichte interessieren, empfehle ich die Lektüre des neuen Buches „Die Staatssicherheit und die Grünen“ von Jens Gieseke und Andrea Bahr. Die beiden Wissenschaftler*innen vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam haben eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Berührungspunkte der Grünen mit der Staatssicherheit der DDR vorgelegt.
Diese Studie wurde zu Recht vom vorhergehenden Bundesvorstand in 2013 angeregt, nachdem der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen ein Gutachten über den tatsächlichen Einfluss der Staatssicherheit auf die Abgeordneten des Deutschen Bundestags vorlegte. Wir sind froh, dass die Studie vom renommierten Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und den beiden sehr versierten Wissenschaftler*innen übernommen wurde.
In dieser Studie meiden die Autor*innen bewusst den Eindruck sensationeller Enttarnungen und weisen aus, wo die Studie an frühere Ausarbeitungen zu diesem Thema anknüpft. Dadurch ist ein umfassender Überblick und eine tiefgehende Analyse über das Verhältnis von Stasi und Grünen aber auch zur Opposition in der DDR entstanden.
Die Studie zeigt bemerkenswert, in welchem Maße es innerhalb der SED wie auch der Stasi einen Dissens zum Umgang mit den Grünen gab. Ohne Frage hat die Stasi versucht, Einfluss auf die Entwicklung der Grünen zu nehmen, doch sie hat es nicht geschafft.
Hier findet Ihr das von mir verfasste Vorwort im Buch, das einen ersten Eindruck vermittelt.
Bestellen könnt ihr das Buch hier.
